Nachdem das erste Forum Demokratie, welches im Juni 2025 ausgerichtet wurde, von den Teilnehmenden sehr positiv angenommen wurde, wurde kurz vor den Weihnachtsferien auch das Forum Demokratie II geplant und umgesetzt.
Da die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des ersten Forums mehrheitlich beschlossen hatten, dass die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Themenwahl für die nächste Veranstaltung mit einbezogen werden sollten, wurden in den Klassen zunächst Themenwünsche abgefragt, welche anschließend zu Überthemen geclustert wurden, damit sich die Schulgemeinschaft demokratisch für ein Thema entscheiden konnte. Die Abstimmung zeigte deutlich, dass das Thema für das Forum Demokratie II die Fragestellung sein sollte, wie das Gymnasium Schönau rechtsextremem Gedankengut und damit verbundenen Vorfällen begegnen soll. Auf Grundlage dessen konnte der Arbeitskreis Demokratie nun den Tag inhaltlich ausarbeiten.
Wie schon im ersten Forum Demokratie wurden aus jeder Klasse 2 Schülerinnen und Schüler und aus dem Kollegium 5 Lehrerinnen und Lehrer ausgelost, um das Schüler-Lehrer Verhältnis an der Schule von ca 10:1 abzubilden.
Nach dem Kennenlernen folgte sowohl eine moderierte Input-Phase als auch eine Umfrage zum aktuellen thematischen Wissensstand der Teilnehmer/innen. Im Anschluss daran wurde in einer Gruppenarbeitsphase der Ist-Stand des Gymnasiums Schönau bezüglich des rechtsextremen Gedankenguts und der Vorfälle eruiert. Außerdem wurde ermittelt, was die Teilnehmenden an dem Zustand stört, und erarbeitet, welche konkreten Änderungen möglich und umsetzbar wären.
Während der anschließenden Präsentation der Ergebnisse im Plenum sammelten sich einige Ideen, Vorschläge und Wahrnehmungen, welche im Großen und Ganzen zeigen, wie wichtig es war, konkret über dieses Thema am Gymnasium Schönau zu sprechen und Möglichkeiten zum Umgang zu finden. Unter anderem wurden Vorschläge für Präventionsangebote, Austausch, Aufklärungsarbeit sowie einen Vertrauensschüler oder eine Vertrauensschülerin vorgestellt, um dem Ist-Zustand und den lokalisierten Problempunkten vorzubeugen.
Zudem trug das Forum Demokratie II erheblich zur Demokratiebildung bei, da zahlreichen Schülern und Schülerinnen sowie Lehrern und Lehrerinnen die Möglichkeit geboten wurde, Demokratie und Partizipation aktiv zu erleben und mitzugestalten.
Verfasst von: Julika Schröder